LAJ des Saarlandes

Zahngesund von Anfang an

Die Zahngesundheit in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm verbessert.

Diese positive Entwicklung betrifft insbesondere Kinder im Grundschulalter, Jugendliche und junge Erwachsene. So kann alleine von 1997 bis heute bei Kindern ein Rückgang der Karies um rund 60 Prozent beobachtet werden.

Eine Erfolgsstory also, die auf die intensive Prophylaxe in der Zahnarztpraxis, in Kindergärten und Schulen zurückgeführt werden kann.


Trotz dieses sehr positiven Trends bleibt die Frühkindliche Karies, auch Nuckelflaschenkaries genannt, ein bevölkerungsweites und damit gesellschaftliches Problem.

Bereits kurz nach dem Zahndurchbruch der Milchzähne, üblicherweise mit sechs bis acht Monaten, beginnt häufig schon die frühkindliche Karies. Aufklärung und Präventionsmaßnahmen müssen deshalb bereits vor der Geburt einsetzen und unmittelbar danach fortgesetzt werden.

! SMILE

Gibt es etwas Schöneres als ein
gesundes Kinderlächeln?

Planen Sie daher Ihre Termine rechtzeitig und regelmäßig, damit dieses Lächeln erhalten bleibt!

1.

Ernährung

LAJ des Saarlandes Zahn erklärt mit Sprechblase

1.

Ernährung

Von einer zahngesunden Ernährung profitieren nicht nur die Zähne Ihres Kindes, sie wirkt sich auch positiv auf die Allgemeingesundheit aus und Übergewicht wird erst gar nicht zum Problem. Also seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild und die ganze Familie hat gut lachen!

  • Die Nuckelflasche nur zum Durstlöschen und zur Nahrungsaufnahme reichen, niemals zum Beruhigen oder Einschlafen selbst überlassen! Beruhigungstipps gibt Ihnen gerne Ihre Hebamme oder Ihre Kinderärztin/Ihr Kinderarzt.
  • Auf Trinklerngefäße verzichten! Sobald das Kind selbstständig sitzen kann (mit ca. 1 Jahr) an das Trinken aus der Tasse gewöhnen! Erste „schlückchenweise“ Übungen dazu können bereits mit ca. 5. bis 7 Monaten begonnen werden.
  • Zuckerhaltige Speisen und Getränke meiden! Auch Frucht-, Trauben- und Milchzucker können Karies fördern. Als Durstlöscher eignen sich Wasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees.
  • Als Zwischenmahlzeit eignen sich kauintensives Obst und Gemüse.

2.

Zahnpflege

LAJ des Saarlandes Zahn erklärt mit Sprechblase
  • Den zahnlosen Kiefer des Babys mit einer weichen Fingerbürste vorsichtig massieren. Ein mäßig gekühlter Beißring kann bei Zahnungsproblemen helfen.
  • Bereits die erste sichtbare Spitze des ersten Zahnes bis zu 2 x täglich vorsichtig mit einem Wattestäbchen und einem Hauch fluoridierter*Kinderzahnpasta säubern. Setzen Sie das Kind dazu am besten auf Ihren Schoß.
  • Sobald der erste Zahn ganz sichtbar ist, putzen Sie ihn bis zu 2 x täglich mit einer weichen Babyzahnbürste mit einer reiskorngroßen Menge fluoridierter* (nicht zu süßer/bunter!) Kinderzahnpasta.
  • Mit ca. 1½ Jahren kann man dem Kind die Bürste spielerisch selbst überlassen, aber bitte unbedingt bis zum 9. Geburtstag nachputzen.
  • Ab dem 2. Geburtstag die Zähne morgens und abends mit einer erbsengroßen Menge fluoridierter*, nicht zu süßer/bunter Kinderzahnpasta und einer altersentsprechenden Kinderzahnbürste putzen.
  • Putzen Sie nach dem KAI Schema: erst die Kau-, dann die Aussen- und schließlich die Innenflächen der Zähne.

    * Fluoridgehalt 1000 ppm Fluorid. Individuelle Dosierungsempfehlungen sowie die weitere Anwendung von Fluoriden z.B. in Tablettenform besprechen Sie bitte   mit Ihrem/Ihrer Kinder-und Zahnarzt/-ärztin!

2.

Zahnpflege

LAJ des Saarlandes Zahn erklärt mit Sprechblase
! TIPP

So macht Zähneputzen Spaß!

Machen Sie das Zähneputzen von Anfang an zu einem gemeinsamen Ritual, bei dem das Kind Ihnen mit Ihrer Bürste auch mal spielerisch die Zähne putzen darf!

3.

Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt

LAJ des Saarlandes Zahn erklärt mit Sprechblase

3.

Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt

  • Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt sollte für die ganze Familie selbstverständlich sein.
  • Bereits in der Schwangerschaft sollten Sie die Vorsorgetermine unbedingt wahrnehmen.
  • Sobald sich der erste Milchzahn Ihres Kindes zeigt, ist es Zeit für die erste Vorsorgeuntersuchung.
  • Ihr/e Zahnarzt/Zahnärztin schaut sich alles genau an, gibt Ihnen Tipps und beantwortet gerne all Ihre Fragen.
  • Er/Sie sagt Ihnen auch, wann es Zeit ist für die nächste Kontrolle.